Schule in Bewegung

Der natürliche Bewegungsdrang von Kindern wird heute zunehmend eingeschränkt. Neben den daraus resultierenden gesundheitlichen Risiken für den Stoffwechsel, das Körpergewicht und den Bewegungsapparat, zeigen sich durch Bewegungsmangel deutliche Auswirkungen auf die Entwicklung der kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung der Kinder.

Kinder mit Behinderung sind im Allgemeinen in ihrer Neugier und ihrem Explorationsverhalten, und damit auch in ihrem Bewegungsverhalten eingeschränkter. Deshalb ist es gerade im Bereich der Bewegungserziehung an der Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung sehr wichtig, vielfältige, anregende Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen, die den Kindern ganzheitlich gesehen die Entwicklungsmöglichkeiten bietet, die sie später zu einer selbstständigen Lebensführung benötigen.

Das Konzept von Bewegung, Spiel und Sport an der Roda-Schule versucht, den Eigenheiten unserer technisierten und bewegungsarmen Umwelt sowie den Eigenheiten der Kinder und Jugendlichen mit geistiger Behinderung Rechnung zu tragen.

Da sind zu einen die traditionellen Sportspiele wie Fußball und Hockey, die die Schüler der Roda-Schule in einer Sport-AG mit Schülern des Gymnasiums Herzogenrath spielen und trainieren. In regelmäßigen Abständen nehmen die Mannschaften der Roda-Schule an Turnieren teil und messen sich mit anderen Schulen.

Da ist zum anderen die Gestaltung des Schulgeländes, wo die Schülerinnen und Schüler in den Pausen und gestalteten Freizeiten die Möglichkeiten haben, z.B. mit Rollern, Dreirädern und Kettcars zu fahren, auf den Freiflächen Ballspiele zu machen, sich im Gelände zu verstecken, oder auf den Schaukeln und Rutschen ihren Bewegungsdrang auszuleben.

Und da sind die Sportstunden. Hier werden vor allem die Bewegungslandschaften bevorzugt. Bewegungslandschaften werden mit den herkömmlichen Turngeräten gebaut, und sollen den Schülern vielfältige Möglichkeiten bieten, sich körperlich, emotional und interaktiv mit den Aufgaben auseinander zusetzen. So entstehen Rutschen, Schaukeln, Fahrzeuge, Tunnel, Berge, Schluchten, Gletscherspalten und vieles mehr, welches die Erlebnis- und Abenteuerlust der Schülerinnen und Schüler befriedigt. Dabei ist es wichtig, dass alle Schüler in der Bewegungslandschaft Aufgaben finden, die sie herausfordern. Durch diese Herausforderung und der Möglichkeit, die Abenteuer zu bestehen, wird sehr positiv auf das Selbstbild der Schüler eingewirkt, das Selbstvertrauen gestärkt.